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Ich bin eigentlich kein Kino-Gänger, doch Casino Royale bin ich mir doch ansehen gegangen. Ich hatte sehr hohe Erwartungen, welche leider ein bisschen enttäuscht wurden.
Fortsetzung:
Nicht nur aufgrund des Filmes, sondern auch um das neue Basler Pathé mal zu inspizieren ging ich also ins Kino. Für jemanden wie mich, der normalerweise Filme nur im Heimkino schaut, wahrlich ein Erlebnis.
Zuerst kam Werbung - teils witzig, teils peinlich. Was ich vermisste war Zigarettenwerbung, doch die ist ja glaubs verboten, scheint wirklich schon ne Weile her zu sein, als ich das letzte mal im Kino war (ok, mal noch zu einer Vorpremiere von A Good Year, aber da lief gar keine Werbung).
Nun gut, schon bei der Werbung erstaunte mich, dass kein Surround-Sound verwendet wurde, das Bild war grösstenteils 4:3. Während der Werbung war das Licht im Saal noch an - störte mich auch nicht gross, schliesslich konnte man sich so besser unterhalten.
Dann plötzlich gingen die Lichter aus: jedenfalls teilweise: die Treppenstufen waren derart stark beleuchtet, dass es meiner Meinung nach einfach noch zu hell war, die Notausgangschilder kamen noch dazu. Ein dummer Nebeneffekt: man war gar nicht sicher, ob der Film schon begonnen hat. Dazu trägt natürlich auch der Anfang des Films an, kommt doch der «Vorspann» erst nach einer längeren Szene.
Nun gut, das bisschen Licht konnte man ertragen, das Bild war trotzdem super: extrem hell und sehr scharf. Hier kommt mein Beamer nicht mit, auch war kein Lüfter zu hören. Einzig ein Flimmern war teilweise zu bemerken, was z.T. ein bisschen störte. Vom Bild her also klar ein Vorteil gegenüber dem Homecinema.
Doch wie ist es mit dem Ton? Zuerst dachte ich, die haben vergessen die hinteren Kanäle zu aktivieren, Ton kam einfach nur von Vorne. Später bemerkte man dann doch hin und wieder einen Effektkanal. Was aber weit aus mehr störte: Der Ton war zwar laut, aber schlecht: es schäpperte richtiggehend, die Bäse waren vergleichsweise zu schwach. Ich vermisste den Bass zu spüren, was ich bei den Nachbarn zuliebe mit Bass-Shakern im Sofa erreiche. Der Ton war also schon mal grundsätzlich nicht besonders gut, und dann gab es auch noch Tonausfälle! Nicht komplette, aber der Ton wechselte kurzzeitig auf mono. Ich mag mich erinnern, dass die Dolbyspur bei den Filmrollen zwischen den Transportlöcher gespeichert ist, was oft zu Problemen führt. Ich hätte aber gedacht, dass das inzwischen Vergangenheit ist, und ein modernes Kino immer DTS oder SDDS einsetzt, was parallel zum Film von einer CD abgespielt wird.
Was mich positiv überraschte war, dass es keine Pause gab - ich mochte das früher gar nicht im Kino: wenn man sich so richtig in den Film hinein versetzt hat kommt «Glacé!».
So, nun habe ich bis jetzt erst über das Kino berichtet, über den Film noch nicht viele Worte verloren.
Wie gesagt, ich hatte hohe Erwartungen, welche leider enttäuscht wurden. Daniel Craig finde ich einen guten Bond, doch der Film gefielt trotzdem nicht wirklich. Klar, ein bisschen Romantik ok, und das Bond noch kein Gentleman war auch ok. Aber: mir fehlte der Bösewicht! Natürlich, grundsätzlich ist es Le Chiffre, aber wer dann alles noch mitmischelt war meiner Meinung nach unnötig kompliziert (nicht das ich den Film nicht begriffen hätte, aber es war einfach nicht James Bond Manier).
Allzu viel möchte ich nicht über den Film sagen/verraten, man kann ihn sich sicher ansehen. Insbesondere der Anfang ist denn auch super!
Ich werde wohl wieder für längere Zeit nicht mehr ins Kino gehen - am schönsten ists eben doch zu hause :-)
M
F
G
Sopur